11.
August 2010 Fraktion
DIE LINKE. im Hessischen Landtag - Marjana Schott
Die
Landesregierung räumt ein:
Truppenübungsplatz
Wildflecken mit Status der Rhön als Biosphärenreservat
nicht vereinbar
Zur
Ankündigung der Hessischen Umweltministerin Silke
Lautenschläger (CDU), die Kernzone
im hessischen Teil des Biosphärenreservats Rhön
sei gesichert, erklärt Marjana Schott, umweltpolitische
Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
"Mit
unserer Großen Anfrage zur Verantwortung
der Landesregierung für die drohende Aberkennung
des Biosphärenreservat-Status der Rhön durch
die UNESCO im März dieses Jahres haben
wir offensichtlich genug Druck ausgeübt, dass
die Landesregierung ihrer Verantwortung zum Erhalt
des Biosphärenreservats Rhön nun nachkommt.
In
ihrer Antwort hat die Ministerin zugegeben, dass das
Land bei der Überprüfung des Status des
Biosphärenreservats im Jahr 2003 unzulässigerweise
eine Fläche von 1400 ha des Truppenübungsplatzes
Wildflecken (Haderwald) als Kernzone gemeldet hatte.
Unzulässig, weil weder die weitere Nutzung durch
drei Schießbahnen und die damit verbundene Verseuchung
durch Sprengstoffe von Böden und Grundwasser,
noch die militärische Nutzung des Waldbestandes
mit den Kriterien für Biosphärenreservate
vereinbar sind."
Bereits
diese Tatbestände hätten 2003 zu einer Aberkennung
des Status der Rhön als Biosphärenreservat
führen können. Diese Gefahr bestehe noch
immer. Zum Erhalt des Titels habe die Landesregierung
jetzt umsteuern müssen, um die Evaluation durch
die UNESCO 2013 bestehen zu können.
"Ob
das Kernzonenkonzept durch die bloßen Ankündigungen
der Ministerin bis 2013 gerettet werden kann, ist
spekulativ, weil es sich zum großen Teil um
Absichtserklärungen handelt. Wir werden uns weiterhin
für eine Entmilitarisierung der Rhön einsetzen.
Große
Anfrage:
Marjana
Schott, 11. August 2010
Jasmin
Romfeld
Öffentlichkeitsreferentin
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