4.
Mai 2011 Fraktion
DIE LINKE. im Hessischen Landtag - Marjana Schott
Stresstest
für Atomkraftwerke darf nicht weichgespült
werden
Zum
Vorschlag der Westeuropäischen Atom-Aufsichtsbehörden,
die Sicherheitsüberprüfungen nur noch auf
Naturkatastrophen und extreme Temperaturschwankungen
zu beschränken, erklärt Marjana Schott,
umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.
im Hessischen Landtag:
"Terroranschläge,
unvorhergesehene Stromausfälle, menschliches
Versagen und Flugzeugabstürze bei den Sicherheitsüberprüfungen
der Atomreaktoren auszunehmen, ist, wie beim Auto-TÜV
auf die Überprüfung der Bremsen und der
Lenkung zu verzichten.
Die
verantwortlichen Behörden folgen hier abermals
den Vorschlägen der Atomlobby. Angesichts der
Katastrophe von Fukushima ist es skandalös, dass
sich an der Hörigkeit staatlicher Einrichtungen
gegenüber der Atomlobby nichts geändert
hat. Sicherheitsüberprüfungen, bei denen
die Kraftwerksbetreiber unabhängigen Fachleuten
den Zugang zu den Rektoren verbieten können,
reduzieren den Stresstest auf einen reinen Verwaltungsakt.
Diese Bescheinigung kann sie die Atomlobby dann zu
Recht einrahmen lassen."
Neben
menschlichem Versagen und Naturkatastrophen gehöhten
Flugzeugabstürze, Terroranschläge, unvorhersehbare
Stromausfälle oder Kombinationen aus diesen Katastrophen
zu den größten Risiken, die in Biblis zu
einem Super-GAU führen könnten.
"Wir
werden die Hessische Umweltministerin Lucia Puttrich
morgen im Umweltausschuss des Landtages befragen,
ob sie sich der Meinung ihrer Kollegen aus dem europäischen
Ausland anschließt und nach welchen Kriterien
die Sicherheitsüberprüfung für Biblis
durchgeführt werden sollen? Wir fordern, dass
die Kriterien und die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung
der Atomkraftwerke vollständig veröffentlicht
werden.
Wiesbaden,
4. Mai 2011
Thomas
Klein
Pressesprecher
Schlossplatz
1-3, 65183 Wiesbaden
Tel.:
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