9.
November 2011 Fraktion
DIE LINKE. im Hessischen Landtag - Marjana Schott Betreuungsgeld
ist bildungs- und emanzipationsfeindlich! Erforderlich
sind mehr Krippen- und Kitaplätze Am
Wochenende hat sich die Bundesregierung auf ein Betreuungsgeld für Elternteile
geeinigt, die ihre Kinder zu Hause erziehen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass
die Länder beim Kita-Ausbau hinter den ohnehin niedrig gesteckten Zielen
zurückbleiben. Dazu erklärt Marjana Schott, soziallpolitische Sprecherin
der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: "Die
Entscheidung für das Betreuungsgeld hat gespenstische Züge. Die so genannte
Herdprämie soll Wahlfreiheit herstellen. Tatsächlich übertüncht
sie, dass zu wenig Krippen und Kitaplätze zur Verfügung stehen. Doch
Krippen und Kitas sind Bildungseinrichtungen. Sie ermöglicht Kindern Kontakt
zu Gleichaltrigen, fördern Fähigkeiten und Talente der Kinder und kompensieren
Schwächen der Eltern. Sie sind somit wichtiger Bestandteil unserer Bildungslandschaft
und sorgen auch dafür, dass insbesondere Frauen ihre Erwerbsbiographie nicht
beenden oder langfristig unterbrechen müssen, wenn sie sich für ein
Kind entscheiden. Hessen muss deutlich aufholen." In
Thüringen sei die gute Kinderbetreuungsquote bereits zum Standortvorteil
geworden, so Schott. Das Betreuungsgeld habe außerdem eine sozial spaltende
Wirkung. Schott:
"Hessen muss dem Gesetz die Zustimmung im Bundesrat verweigern. Minister
Stefan Grüttner (CDU) ist gefordert, alles für den zügigen Ausbau
des Kita-Angebots und die deutliche Verbesserung der Betreuungsqualität zu
tun." Wiesbaden,
9. November 2011 Thomas
Klein Pressesprecher
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